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Tree-Art-Sculpture | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Meine Arbeit, mein Leben befasst sich mit den Bewegungsprozessen und deren Formen, die sich in der Natur und somit auch unmittelbar um uns, als Mensch vollziehen. Jede Bewegung, ein jeder Zyklus, ein jeder Prozess in der Natur, ob Geburt, Wachstum, Reife oder Tod, besitzt eine klare Formen-Sprache. Jede Form ist das Ergebnis eines Bewegungsprozesses - eines Lebensprozesses. Jede Bewegung besitzt ihre Energie. Diese Energie wird durch ihre Form beschrieben. Alles Leben, die Materie selbst besteht und funktioniert in einem ständigen Zusammenspiel und Austausch. Alles befindet sich in einem Fluss. Wie Millionen und Abermillionen Teilchen in einem Raum bewegt sich alles Leben in einem Raum, in einem ständigen Austausch. Immer wieder entstehen Schnittpunkte, an denen unterschiedliche Teilchen, unterschiedliches Leben aufeinander treffen. Wenn ich zum Beispiel das Bild eines Van Gogh`s" betrachte, so besteht in diesem Augenblick eine bestimmte Konstellation ganz unterschiedlicher physischer und psychischer Befindlichkeiten, u.a. eine Summe aus Vergangenheit und Gegenwart, sowie die sich im Raum befindlichen Umweltreize, wie Licht, Temperatur, Geruch und vieles anderes mehr. Betrachte ich dasselbe Bild zum Beispiel an einem anderen Tag, so ist die Konstellation der inneren Befindlichkeiten und der im Raum befindlichen Umweltreize schon wieder etwas verändert. Nur ein gewisser stabiler Kernbereich, davon kann man wohl ausgehen, wird unverändert sein. Kurz gesagt, erfasse ich optisch das Bild, den Raum und ich erfasse mich selbst in meiner augenblicklichen Befindlichkeit (ausgelöst durch den Moment der Betrachtung). So sehe ich das Bild zum Beispiel in Verbindung mit dem Duft eines, in der Nähe befindlichen, Restaurants oder eines im Raum befindlichen Menschen, der einen bestimmten Parfumgeruch in den Raum abgibt. Beide Einflüsse lösen Emotionen aus, die die Betrachtung des Bildes beeinflussen. An einem Fenster im Raum leuchten Blätter in einem intensiven Grün. Ich selbst sehne mich, da ich einen chaotischen Tag hatte, nach völliger Stille, oder ich sehne mich nach Veränderung, schneller Bewegung, vielleicht nach einem abstrakten Chaos, da mein Tag oder mein gegenwärtiges Leben zu monoton, statisch, langweilig, unbefriedigend war. So können natürlich noch viel mehr Eindrücke hinzukommen, inbegriffen natürlich auch Vergangenheit und persönliche Prägungen. In diesem Moment jedenfalls, wenn ich dieses Bild betrachte, besteht die Betrachtung aus dem Geruch eines Restaurants, oder dem Duft eines bestimmten Parfüms, einem Grün-Impuls und dem Wunsch nach Stille. Der Betrachter also nimmt in diesem Augenblick nicht nur visuell das Bild des Malers Van Gogh" auf, sondern in diesem Moment überschneiden sich mehrere Impulse, die natürlich für den jeweiligen Betrachter wiederum ihre Form besitzen. Der Betrachter wird mit Sicherheit bewusst oder unterbewusst eine Form haben, für a.) den Restaurantgeruch und dem Geruch eines bestimmten Parfüms, b.) dem intensiven Grün der Blätter und c.) der Stille. Und genau diese und mehr noch an Formen und Bildern fließen zusammen, ineinander, überschneiden sich, ergeben also den erwähnten Schnittpunkt der Formen. So entstehen die Formen meiner Skulpturen. Sie sind Schnittpunkte von Bewegungen und Formen aus der Natur und dem gesamten Lebensumfeld. Faszinieren mich in einem bestimmten Moment die Wirbelknochen eines Fisches, der vertikal bewegte Wuchs eines alten Eibenbaums und es besteht in diesem Moment die Lust auf ein Vanilleeis, so könnte sich zum Beispiel eine Skulptur ergeben, inspiriert aus einem Wirbelknochen eines Fisches, der in seiner Darstellung aus seiner horizontalen Position innerhalb der Wirbelsäule um 90° Grad gedreht und in seiner Form überdimensional gestreckt wird, so dass er die Wuchsform des Eibenbaums in sich aufnimmt. In der Gesamtheit am Ende wirkt die Skulptur aber einer Vanilleblüte ähnlich, ohne dabei der Blüte in ihrer Schönheit zu nahe zu treten, um den Versuch einer Kopie von ihr zu erlangen. So entstehen für mich immer wieder Arbeiten, die mich faszinieren und die ich vorher nie sah. Zusätzlich arbeite ich nach einem kosmischen Ordnungsprinzip von vier Grundformen", nach dem Psychoanalytiker Fritz Riemann. Seinen tiefenpsychologischen Studien nach gibt es im makrokosmischen Bereich vier elementare Bewegungsformen, die unser Leben in der Natur und Gesellschaft und somit uns Menschen beeinflussen. In meinem Leben und meiner Arbeit geht es um die Balance dieser vier Energieformen. Ein weiterer Einfluss auf meine Arbeit ist die bereits von Friedensreich Hundertwasser erwähnte organische Linie. Auf ihr bewegt sich alles Leben. Eine jede meiner Skulpturen ist durch diese organische Lebenslinie in ihrer Form gezeichnet. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||